Die 7. Medizinische Ferienakademie Altmühlfranken war auch in diesem Jahr ein voller Erfolg: Vom 6. bis 9. August verbrachten engagierte Medizinstudierende sowie angehende Physician Assistants aus ganz Deutschland vier spannende Tage in unserer Region – mit einem vielseitigen Programm, das medizinische Praxis, fachlichen Austausch und die Schönheit Altmühlfrankens auf gelungene Weise miteinander verband.
Auch in diesem Jahr war das Klinikum Altmühlfranken mit seinen beiden Standorten in Gunzenhausen und Weißenburg wieder aktiv dabei – und bot den Studierenden ein praxisnahes, abwechslungsreiches und eindrucksvolles Programm.
Start in Weißenburg: Sonografie, Notfallmedizin
Am Donnerstag ging es los am Standort Weißenburg. Hier erwartete die Teilnehmenden zunächst ein Workshop mit Chefarzt Dr. Stephan Limmer zum Thema „Sonografie – Ultraschall des Abdomens“. Die Studierenden konnten hier ihre Kenntnisse zur exakten Lage der inneren Organe vertiefen und unter Anleitung selbst den Schallkopf in die Hand nehmen – ein praxisnaher Einstieg in den Tag.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Mitarbeiterkantine ging es weiter mit dem Notfallmedizin-Workshop „Stop the Bleed“, geleitet von Dr. Andreas Kinskofer, dem Leitenden Oberarzt. Hier wurde trainiert, wie man in kritischen Situationen lebensbedrohliche Blutungen effektiv stoppt – sei es durch das Anlegen von Druckverbänden oder durch das fachgerechte Abbinden mit Tourniquets. Die Teilnehmenden konnten selbst ausprobieren, wie fest ein Tourniquet sitzen muss – und das war durchaus spürbar!
Auch das richtige Verhalten bei schweren Verletzungen, etwa durch Verkehrsunfälle oder Messerangriffe, wurde thematisiert. An realitätsnahen Modellen übten die Studierenden die Versorgung offener Wunden – eine intensive, „blutige“ Übung, die volle Konzentration und Einsatz verlangte, aber genau deshalb so wertvoll war.
Ein weiteres Highlight war das Anlegen einer Beckenschlinge, sowohl mit einem professionellen Hilfsmittel als auch improvisiert mit einer Rettungsdecke. Kreativität und medizinisches Know-how waren hier gleichermaßen gefragt. Auch das Einwickeln eines Patienten mit einer Rettungsdecke zum Schutz vor Unterkühlung – wurde geübt. Die goldene Seite nach innen, bitte!
Herr Dr. Kinskofer bot den Kurs zusätzlich auch für unsere Zentrale Notaufnahme sowie die niedergelassene Ärztinnen und Ärzte an. Zwei Praxen sowie einige Kolleginnen und Kollegen der Notaufnahme waren vor Ort und frischten bei der spannenden Fortbildung ihr Wissen auf. Herzlichen Dank dafür!
Medizinvielfalt in Gunzenhausen: Altersmedizin, Thoraxdrainage & Herzmedizin
Am Freitag ging es am Standort Gunzenhausen weiter. Klinikvorstand Christoph Schneidewin begrüßte die angehenden Ärztinnen, Ärzte und Physician Assistants persönlich und unterstrich die Bedeutung der Nachwuchsförderung für die Region.
Mit Chefarzt Dr. Markus Wach stand anschließend ein Workshop zur Geriatrie auf dem Plan: „Altersmedizin – ein junges Fach für alte Menschen“. Hier wurde deutlich, wie anspruchsvoll und gleichzeitig erfüllend die medizinische Arbeit mit älteren Patientinnen und Patienten sein kann – ein Fachgebiet, das oft unterschätzt wird, aber enorm an Bedeutung gewinnt. Auch hatten die Studierenden die Möglichkeit, mit einem Patienten der Akutgeriatrie zu sprechen und konnten sich so ein Bild aus der Praxis machen.
Anschließend wurde es wieder sehr praktisch: Im Workshop zum Legen einer Thoraxdrainage mit dem Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin am Standort Gunzenhausen, Dr. Marc Gutsche , konnten die Studierenden eine wichtige Maßnahme in der Notfallmedizin üben – und zwar ganz realitätsnah an einem Stück Wildfleisch. „Learning by doing“ war hier das Motto – und das Feedback der Teilnehmenden entsprechend positiv.
Den Abschluss bildete der Workshop „Kardiologie live“ mit Chefarzt Dr. Heiko Priesmeier. Hier drehte sich alles ums Herz – von der Diagnostik bis zur Therapie. Ein spannender Workshop für die jungen Teilnehmenden, deren Tag im Klinikum Altmühlfranken damit endete.
Nur ein Ausschnitt – aber ein eindrucksvoller
Das hier geschilderte Programm zeigt nur einen Teil der 7. Medizinischen Ferienakademie Altmühlfranken – nämlich die spannenden Einblicke an unseren beiden Klinikstandorten in Gunzenhausen und Weißenburg. Darüber hinaus erwartete die Studierenden eine Vielzahl weiterer Programmpunkte: Workshops, praktische Einblicke bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten der Region und natürlich auch Gelegenheiten, die landschaftlichen und kulturellen Highlights Altmühlfrankens kennenzulernen.
Ob Yoga am Morgen, eine Kanutour, Picknick im Grünen, Freizeit am See oder sogar SUP-Polo auf dem Kleinen Brombachsee – auch der Spaß und die Erholung kamen nicht zu kurz und machten die Tage in Altmühlfranken zu einem rundum gelungenen Erlebnis.
Wir freuen uns sehr, dass wir als Klinikum Altmühlfranken erneut Teil dieser großartigen Veranstaltung sein durften – mit engagierten Ärztinnen und Ärzten, praxisnahen Workshops und vielen Gelegenheiten für die Studierenden, unser Klinikum, unsere Mitarbeitenden und unsere Region kennenzulernen.
Ein herzliches Dankeschön an die Gesundheitsregionplus Altmühlfranken für die tolle Organisation sowie an den Förderverein Klinikum Altmühlfranken e. V., der die Medizinische Ferienakademie finanziell unterstützt hat! Danke auch an die Studierenden für Ihr großes Interesse sowie an alle weiteren Mitwirkenden, die zum Gelingen dieser tollen Veranstaltung beigetragen haben!
Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Ferienakademie im kommenden Jahr – und sagen: Bis bald in Altmühlfranken!
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Workshop Notfallmedizin
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Workshop Notfallmedizin
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Viele praktische Übungen: Anlegen einer Thoraxdrainage
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Führung durch die Therapieabteilung am Standort Gunzenhausen